Art. Nummer Autor Datum
44  Hayrî Demir 15.09.2011

Name und Ursprung

Kurd. „Çêlek“ für Kuh und/oder Rind.

Seinen Ursprung hat der Name dieser Êzîden im Fest „Batizmî“ (siehe Artikel „Batizmî“). Sie werden so genannt, weil sie die Heiligkeit Pîr Alîs erst anerkannten, als dieser eine tote Kuh wieder zum Leben erweckte. Nur die Çelka Êzîden feiern deshalb das Batzimî Fest, das zu Ehren Pîr Alî gefeiert wird.

Die Bezeichnung „Çelkan“ ist kein Stammesname, es ist lediglich eine Bezeichnung für jene bereits erwähnten Êzîden.

Zugehörigkeit

Wie bereits angedeutet, gehören nicht alle Êzîden zu den Çelka Êzîden. Besonders viele Stämme aus Nordkurdistan (Türkisch-Kurdistan) gehören zu den Çelkan, allerdings auch hier nicht alle. Vor allem jene Stämme in Tur Abdîn (Torî: Bacinî, Dênwanî, Kefnasî, Koçanî, Nemirdanî, Taqî, Xerabî usw.) und in Mezrê (Çolîs: Efşî, Mihokî, Behnimî, Dasikan[26 Dörfer], Pîrê Dasika (Pîr Elîye), Kîwexî, Hewerî, Seydokî usw.)

Nur wenige Stämme in Südkurdistan (Autonome Region Kurdistan) und in Südwestkurdistan (Syrisch-Kurdistan) gehören zu den Çelkan Êzîden.

Da Pîr Alî ein Wanderprediger war und bis zu seinem „Kleiderwechsel“ (in der êzîdîschen Mythologie spricht man bei Heiligen nicht vom Tod, sondern vom Übergang vom Diesseits ins Jenseits, kurd. „kirasguhertin“, dt. „Kleiderwechsel) nicht alle êzîdischen Dörfer/Stämme erreichte, feiern nur die von ihm besuchten Êzîden das Batizmî Fest und gehören deswegen zu den Çelkan. Ein großer Teil der Êzîden gehört nicht dazu, dennoch ist Pîr Alî als Inkarnation des Tawisî Meleks ein Heiliger aller Êzîden.

Quelle

Hayrî Demir, „Êzîdische Feiertage“, http://www.ciwanen-ezidi.de/pdf/Ezidische_Feiertage.pdf
Kemal Tolan, „Hebûn û Tûnebûna Êzîdiyan; Tev Romanên Zindî ne“, ISBN 978-3-940997-31-9